Fairafric

von der Bohne bis zur fertig verpackten Tafel

Fairafric produziert Schokolade in Ghana – von der Bohne bis zur fertig verpackten Tafel. Das steigert die lokale Wertschöpfung enorm. Bis 2030 will das Unternehmen 10.000 gut bezahlte Arbeitsplätze in Ghana schaffen und die Infrastruktur vor Ort ausbauen.

Fairafric ist eine Erfolgsgeschichte. 2016 gegründet, ist fairafric das einzige europäische Unternehmen, das die Wertschöpfung von Bio-Schokolade, von der Bohne bis zur fertig verpackten Tafel, ins Ursprungsland des Rohstoffes Kakao, nach Ghana verlagert hat. Am südlichen Rand der Eastern Region, rund 1,5 Autostunden von Accra entfernt, befindet sich seit 2020 die hochmoderne Produktionsanlage für Schokolade.

„Auch bei dem Erwerb weiterer Rohstoffe für die Schokolade, wie beispielsweise Mandeln oder Früchte, achten wir darauf, diese ausschließlich von fairen und biologisch-zertifizierten Lieferant*innen zu beziehen“, betont Audrey Marmon-Halm. „Dabei ist uns auch wichtig, möglichst Rohstoffe aus Afrika zu nutzen.“

fairafric im Weltladen Idstein

Michael Marmon-Halm ist Managing Director der Fabrik in Amanase: „Ein Ziel ist es, auch Frauen eine berufliche Perspektive zu geben, daher haben wir uns selbst eine 50 % Quote auferlegt.“ Und diese erfüllt fairafric. „Wenn wir das Gesamtunternehmen einschließlich der Mitarbeiter*innen in Deutschland betrachten, sind wir sogar mittlerweile bei rund 60 % Frauen“, lacht Michael Marmon-Halm.

Alle fairafric Arbeiter*innen in der Produktion und ihre Familien sind zudem krankenversichert und das Unternehmen zahlt Löhne, die deutlich über dem ghanaischen Mindestlohn liegen. Auch für den Arbeitsweg aus den Wohnhäusern in der Umgebung ist gesorgt: Ein kostenfreier Bus holt alle Mitarbeiter*innen aus der Region ab und bringt sie zur Fabrik.

Doch fairafric will mehr. „Wir möchten, dass bewusst wird, wie komplex das Feld ist, wie viele Möglichkeiten in der Schokolade stecken“, so Michael Marmon-Halm. „Durch eine kostenfreie Ausbildung in der Chocolaterie-Schule erlernen vor allem junge Menschen aus der Region professionelle Fähigkeiten in der Schokoladenproduktion, die ihnen den Startschuss in ihr professionelles Leben geben.“  

Doch auch vermeintlich Kleines fällt ins Auge: Die Verpackung von fairafric ist plastikfrei. Die Folie, die die Schokolade ummantelt, besteht aus einem Holzzellstoff, der aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt – und im hauseigenen Kompost biologisch abbaubar ist.

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