Kreuzweg am Karfreitag

Der besondere Kreuzweg am 19.04.2019 in Idstein machte auch vor dem Weltladen Idstein in der Weiherwiese Halt. Mitarbeiter des Weltladens verdeutlichten, dass die Konsumenten einen direkten Einfluss auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen in den exportierenden Ländern hätten (vorgetragener Text siehe unten).

Der Kreuzweg vor dem Weltladen

„Billig, auf Kosten von Menschen in Entwicklungsländern und unserer Umwelt?“

Viele Menschen machen sich zunehmend Gedanken über die Herkunft der Produkte, die sie täglich konsumieren.

  • Wo kommen sie her?
  • Wie wurden sie erzeugt?
  • Wer hat sie unter welchen Bedingungen hergestellt?

Skandale über die Arbeitsbedingungen bei internationalen Warenketten sowie die Aufdeckung menschenunwürdiger Umstände beispielsweise bei der Textilproduktion in Fernost bringen die Konsumenten zum Nachdenken.

Hinzu kommt die Debatte über Nachhaltigkeit und Klimawandel.

  • Wie werden wir in einigen Jahrzehnten leben?
  • Rauben wir uns selbst die Lebensgrundlage?

Alle Bürger sind hier gefragt: der Auftrag zur Bewahrung unserer Lebensgrundlage muss ernst genommen werden. Wir können andere nicht zu Veränderungen aufrufen, wenn wir selbst nicht dazu bereit sind.

Ein erster Schritt dazu kann die Verbreitung des Gedankens des Fairen Handels in unserer Umgebung sein,

  • denn Handel sollte den Menschen dienen.
  • Und was können wir besseres tun, als Menschen in anderen Ländern zu unterstützen, so dass sie von ihrer Arbeit leben können?

Worin unterscheidet sich dieser Faire Handel von unserem gewohnten Einkaufsverhalten?

  • Fairer Handel trägt dazu bei, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kleinproduzenten und der Arbeiter in Entwicklungsländern zu verbessern. Er dient somit der Bekämpfung von Armut.
  • Der Umgang mit den Handelspartnern ist fair und respektvoll.
  • Fairer Handel hilft, die Unabhängigkeit unserer Partner zu stärken durch eine Verbesserung der Qualifikationen und der Managementfähigkeiten. Zudem verschafft er diesen Partnern Zugang zu neuen Märkten.
  • Die Handelspartner legen einen gerechten Preis für Waren fest, der die Produktionskosten deckt, die Existenz der Produzenten sichert und eine sozial- und umweltverträgliche Produktion ermöglicht. Dieser Preis soll auch unabhängig von Preisschwankungen auf dem Weltmarkt sein.
  • Dadurch dass Frauen für ihre Arbeit angemessen bezahlt werden, verbessert sich ihre Situation nachhaltig.
  • Unsere Produzenten haben gute Arbeitsbedingungen, das heißt ihr Arbeitsumfeld ist sicher und gesundheitsverträglich.
  • Ausbeuterische Kinderarbeit ist verboten.
  • Der Faire Handel unterstützt aktiv bessere Umweltverfahren und -praktiken und die Anwendung von verantwortungsvollen Produktionsmethoden.
  • Fairer Handel dient nicht der Gewinnmaximierung. Geschäftsbeziehungen beruhen auf Solidarität, Vertrauen und gegenseitigem Respekt.
  • Wir Weltladenmitarbeiter setzen uns öffentlich für einen gerechteren Welthandel ein, indem wir unsere Kunden über die Organisation, ihre Produkte und die Bedingungen, unter denen sie hergestellt werden, informieren.
  • Auch kommt dem Verbraucher hier eine wichtige Rolle zu: mit seinen Kaufentscheidungen im Weltladen nimmt er unmittelbar Einfluss auf die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen in den Ländern des Südens.

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